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Autor Thema: Hilfe zu einer Rezeptur mit Ichthyol und Betamethason  (Gelesen 795 mal)

Rosen Apo

  • Mitglied
  • Beiträge: 8
Hilfe zu einer Rezeptur mit Ichthyol und Betamethason
« am: 11. Juni 2026, 15:22:40 »
Hallo zusammen,
ich habe eine Rezeptur mit:
Ammoniumbituminosulfonat 2%
Betamethasonvalerat 0,1%
Harnstoff 10%
Vaseline alb. 20%
Basiscreme 40%
Eucerin anhyd. ad 100 g

meiner Ansicht nach müsste es von dem pH Wert gehen, aber gibt es eine Inaktivierung von Betamethason durch Steinkohle ?

Hat da jemand Erfahrungen oder vielleicht so eine Rezeptur schon einmal hergestellt ?

Vielen Dank für euer Schwarmwissen :)

florapo

  • Mitglied
  • Beiträge: 74
Re: Hilfe zu einer Rezeptur mit Ichthyol und Betamethason
« Antwort #1 am: Heute um 10:00:25 »
Guten Morgen,

Ammoniumbituminosulfonat (Ichthyol/ Ichthammol) hat mit Steinkohlenteer erstmal nur die empfundene Herkunft "aus dem Steinbruch" gemein.

In jedem Falle eine wilde Nummer.

 - Ammoniumbituminosulfonat kann den pH nach oben ziehen - die Kombination von Betamethasonvalerat und Urea muss ohnehin gepuffert werden, was sich auch mit dem Ichthyol verträgt.
 - Ichthyol ist oberflächenaktiv und nicht mit allen Emulsionssystemen kompatibell
 - Grundlagenmischungen empfinde ich kategorisch als Mumpitz
 - rechnerisch ergibt sich hier aus 40%/ 40g Basiscreme DAC ein Wasseranteil von 20% in der Endzubereitung, die Phasenlage würde vermutlich W/O ausfallen

Ich würde verarbeiten:

Betamethasonvalerat 0,1%
Ammoniumbituminosulfonat 2%
Urea 10%
Natriumlactat-Lsg. 50% 4g
Milchsäure-Lsg. 90% 1g
Aqua purificata 15g
Unguentum cordes ad 100g

Die Haltbarkeit würde ich in Anlehnung an eine Formel aus der Folia Ichthyolica mit 12 Wochen ansetzen.
Nach §7 ApBetrO sehe ich keinen zwingenden Grund für eine Rücksprache mit dem Verordner: verändert werden ausschliesslich Hilfsstoffe - darüber hinaus bleiben Wasseranteil, Phasenlage und sogar das dominante Emulsionssystem unverändert.