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Autor Thema: Phasentrennung bei einer Creme  (Gelesen 9538 mal)

Klötzl

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Phasentrennung bei einer Creme
« am: 13. März 2012, 11:22:51 »
Es geht um folgende Rezeptur:

Sol. acid. citr. 0,5%    30,00g
Glycerin      10,00g
Unguentum cordes   ad 100,00g


Die Citronensäure-Lsg. wurde frisch hergestellt und portionsweise in die Grundlage eingearbeitet. Anschließend wurde das Glycerin
portionweise eingearbeitet. Es entstand eine weiße, weiche Creme.
Leider konnte man schon nach recht kurzer Zeit eine Phasentrennung beobachten. Die Rezeptur wurde grisselig.
Nun suchen wir nach einer Erklärung dafür.
Laut Herstellerangabe ist eine Einarbeitung von bis zu 30% Wasser gut möglich, 40% sind nicht empfehlenswert.
Wie lang ist diese Rezeptur haltbar?
Was ist bei der Lagerung zu beachten?

Über eine Antwort würden wir uns sehr freuen.

Ingrid Tieke

  • Moderator
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  • *****
  • Beiträge: 28
Aw: Phasentrennung bei einer Creme
« Antwort #1 am: 13. März 2012, 15:15:49 »
Hallo,

Glycerin zählt mit zur hydrophilen Phase und deshalb kam es zur Phasentrennung. Entweder das Glycerin weglassen oder den Wasseranteil der Citronensäure-Lösung verringern auf 20,0 g. Damit genauso viel Citronensäure enthalten ist, müsste die Konzentration dementsprechend erhöht werden.


Ist der hydrophile Teil auf 30g herabgesetzt, kann nach NRF die Haltbarkeit festgelegt werden: 6 Monate in Spenderdose oder Tube, 4 Wochen in Kruke

Auf Konservierung kann wegen des W/O-Types verzichtet werden.

Viele Grüße
Ingrid Tieke
Caesar & Loretz GmbH
Produktmanagement, Caelo Rezeptur-Beratung
Rezeptur-Trainerin

Klötzl

  • Mitglied
  • Beiträge: 13
Aw: Phasentrennung bei einer Creme
« Antwort #2 am: 21. März 2012, 10:26:26 »
Vielen Dank für die Hilfe. Wir konnten mit der entsprechenden Ärztin
eine Optimierung vereinbaren . Diese war über die Info sehr froh.

Grüßle
Melanie Klötzl

Wolf

  • Mitglied
  • Beiträge: 1.953
Aw: Phasentrennung bei einer Creme
« Antwort #3 am: 26. April 2012, 15:05:35 »
Diese Creme haben wir früher sehr häufig hergestellt
und hatten eigentlich nie Stabilitätsprobleme damit.
Überdies wurde diese Zusammensetzung schon 1993
in den Folia Ichthyolica empfohlen.
Ich glaube eher, dass Ihre Herstellungsweise auf
kaltem Wege zur Instabilität geführt hat. Wir haben
diese W/O - Emulsion immer auf warmem Wege hergestellt.
Dabei haben wir festgestellt, dass viel Luft
absorbiert wird. Diese haben wir anschließend mit dem
Dreiwalzenstuhl entfernt.
Übrigens: laut NRF ist eine unkonservierte W/O-Creme
nur 4 Wochen in einer Tube haltbar. Wird eine längere
Anwendung geplant, sollte mit o,14 % Kaliumsorbat
oder Propylenglycol (20 % von der Wassermenge)nach-
konserviert werden. Dadurch kann die Haltbarkeit auf
1 Jahr ausgedehnt werden.